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Deutschland · verbleibendes CO₂-Budget

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Verbleibendes CO₂-Budget für Deutschland
kg CO₂ verbleibend

Erläuterung: 1,5 °C · 50 % · Forster et al. 2026 [Q01] · Restbudget ab Anfang 2026. – Weltbudget → 1,1 % deutscher Anteil [Q02] → laufender Abzug mit 573,5 Mio. t CO₂/Jahr [Q03].

WIE DIE ZAHL ENTSTEHT →
Warum diese Zahl?

Mit jeder Sekunde wird der Spielraum kleiner.

Das verbleibende CO₂-Budget ist endlich. Solange wir weiter emittieren, wird es kleiner – Sekunde für Sekunde.

Deshalb steht diese Zahl hier ganz am Anfang. Sie macht sichtbar, was im Alltag leicht unsichtbar bleibt: Auch während wir abwägen, planen und vertagen, verändert sich die Ausgangslage.

Das heißt nicht, dass ab morgen alles mit der Brechstange anders werden muss. Aber es heißt für mich: Ein Weiter-so kann nicht mehr der Ausgangspunkt sein. Alles, was vermeidbare Emissionen verursacht, gehört auf den Prüfstand. Und alles, was heute schon besser geht, muss nicht auf morgen warten.

Der Countdown ist keine Vorhersage. Er schreibt ein wissenschaftlich bestimmtes globales CO₂-Restbudget auf Deutschland herunter und zieht davon fortlaufend die heutigen deutschen CO₂-Emissionen ab. Die Annahmen stehen hier offen, weil eine drastische Zahl nur dann etwas taugt, wenn nachvollziehbar ist, wie sie zustande kommt.

Klimaziel1,5 °C · 50 %
BezugsraumDeutschland
Verteilunggleicher Anteil pro Mensch
Stichtag Budget01.01.2026
Emissionsrate573,5 Mio. t CO₂/Jahr · UBA 2025

So entsteht die Uhr: Forster et al. (2026) geben die globalen Restbudgets ab Anfang 2026 an [Q01]. Für Deutschland wird davon – entsprechend dem vom SRU verwendeten Pro-Kopf-Prinzip – ein Anteil von 1,1 % angesetzt [Q02]. Von diesem deutschen Startbudget zieht die Darstellung seit dem 1. Januar 2026 gleichmäßig den jüngsten offiziellen deutschen CO₂-Jahreswert ab: 573,5 Mio. t CO₂ für 2025 (UBA) [Q03]. Die CO₂-Anzeige ist deshalb keine amtliche Echtzeitmessung, sondern eine transparente Fortschreibung. Die Zeitanzeige teilt das jeweils verbleibende deutsche Budget durch dieselbe konstante Emissionsrate und zeigt, wie lange dieses Budget bei unverändertem Emissionsniveau rechnerisch noch reichen würde. Sie ist keine Prognose. Monate und Jahre werden für die laufende Darstellung mit mittleren Kalenderlängen berechnet. Bei neuen offiziellen Emissionsdaten wird die Rate aktualisiert. [R02]

Und was heißt das fürs Bauen?

Was folgt daraus fürs Bauen?

Wir brauchen etwas, das sofort hilft.

Wir müssen sehen können, welche Emissionen wir mit einer Entscheidung heute auslösen – und welche wir heute vermeiden können. Dafür brauchen wir Bewertungswerkzeuge, die das Jetzt sichtbar machen, statt es in einer Zahl über die nächsten fünfzig Jahre verschwinden zu lassen.

Und wir müssen handeln. Vielleicht heißt das zuerst: nicht neu bauen. Weiterbauen. Umbauen. Sanieren. Weniger bauen. Und wenn wir neu bauen, dann so, dass wir möglichst wenig neue Emissionen verursachen.

Was bleibt, wenn wir vermieden haben, was vermeidbar ist?

Dann können Gebäude vielleicht noch etwas anderes werden: Kohlenstoffspeicher. Mit Baustoffen, die der Atmosphäre bereits CO₂ entzogen haben und den Kohlenstoff im Gebäude halten. Nicht nur bis zum ersten Rückbau: Bauteile und Baustoffe können weiterverwendet und in stofflichen Kaskaden weitergeführt werden. Und am Ende dieser Kaskade könnte ein Teil des Kohlenstoffs beispielsweise als Pflanzenkohle dauerhaft gespeichert werden.

Vermeiden, was wir heute vermeiden können. Speichern, was wir heute speichern können. Und den Kohlenstoff möglichst lange aus der Atmosphäre heraushalten.

Das ist die Abkürzung.

Auf bauwen.de möchte ich nach und nach genauer herausfinden, was davon trägt: Wo liegen die entscheidenden Stellen? Was hilft beim Entscheiden? Und was können wir tatsächlich machen?

Warum bauwen.de?

Ich bin Architekt und baue.
Und ich werde ungeduldig.

Die Klimakrise wartet nicht darauf, dass wir irgendwann alles zu Ende diskutiert haben. Mich beschäftigt deshalb immer stärker eine einfache Frage:

Was wäre, wenn wir „Klimaschutz sofort und so viel wie möglich“ ab jetzt ernst nehmen?

Nicht als fernes Ziel, sondern als Ausgangspunkt für das, was wir heute entscheiden, planen und bauen.

Ich möchte wissen, was daraus für das Bauen tatsächlich folgt. Welche unserer gewohnten Lösungen tragen dann noch? Wo setzen Regeln und Bewertungsmethoden die richtigen Anreize – und wo vielleicht nicht? Welche Hebel sind wirklich groß, welche nur gut gemeint? Und was könnten wir längst anders machen?

bauwen.de ist der Ort, an dem ich diesen Fragen nachgehe und öffentlich mache, was ich dabei herausfinde. Mit der Erfahrung aus dem Bauen, mit Neugier auf das, was wir vielleicht übersehen – und so gut belegt, wie es mir möglich ist.

Ein bisschen Weltverbesserung: mit gesundem Menschenverstand und einer ordentlichen Portion Sachverstand – das ist, was ich hier versuchen möchte.

Noch nichts.

Das ist Absicht. bauwen.de hat keinen Redaktionsplan. Der Countdown läuft trotzdem.